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KAIZEN - lieber 80% gleich als 100% nie

Der frühere Unternehmer und Inhaber der Völker AG – Heinrich Völker – sieht in KAIZEN eine Chance für das Gesundheits- und Sozialwesen:
In meinem ehemaligen Unternehmen habe ich in Zusammenarbeit mit Porsche Consulting KAIZEN eingeführt. Dies geschah nicht nur aus der Intention die bestehenden Arbeitsprozesse zu verschlanken und zu optimieren, sondern insbesondere um die in Deutschland bestehenden Produktionsstandorte für Klinik- und Pflegebetten mit Komfortcharakter zu sichern. Daraus entwickelte sich eine gelebte Philosophie.

Nach kurzer Zeit hatten wir eine eigene KAIZEN-Abteilung aus den eigenen Reihen der Mitarbeiter aufgestellt. Diese führten gemeinsam mit den Mitarbeitern der verschiedenen Bereiche stetig Optimierungsworkshops durch – mit herausragenden Erfolgen. Jeder konnte seine Ideen einbringen und bei Verbesserungen mitwirken. Dies führte zu einer sehr hohen Mitarbeiterzufriedenheit und einer nachhaltigen Akzeptanz gegenüber den umgesetzten Optimierungen.

Warum sollte diese Vorgehensweise nicht auch in der Altenpflege oder im gesamten Gesundheitsmarkt funktionieren?

Die Probleme in der Gesundheitsbranche sind allen bekannt. Doch keiner scheint diesen einfachen Lösungsansatz im Sinne der Pflegebedürftigen und der Mitarbeiter für umsetzbar zu halten. Ich war ganz sicher, dass dieser Ansatz nachhaltig diverse Probleme lösen könnte.

Nicht reden – machen! Auch eine KAIZEN-Weisheit! Wir gründeten einen eigenen Consulting-Bereich für die Pflege. Mit Frau Heymann (heute MediCrew) begann die faszinierende Start-up-Phase. Es wurde ein Konzept zur Verbesserung der Arbeitsabläufe in Pflegeeinrichtungen entwickelt, in Anlehnung an den ständigen Verbesserungsprozess, welcher ebenso in der Automobilindustrie angewendet wird.

Nach kurzer Zeit waren unsere Kunden überzeugt. Mit der bewährten Workshop-Systematik konnten sehr gute Erfolge erzielt werden.

Mehr Zeit für die Pflege, transparente, strukturierte und stressreduzierte Tagesabläufe sowie eine innovative Dienstplanung mit integriertem Ausfallmanagement,

Entbürokratisierung Kostenreduzierung, – um nur einige Beispiele zu nennen – waren wertvolle und vor allem sofortige Resultate für die Einrichtungen sichtbar. Das Interesse war nicht nur geweckt, sondern auch groß. Somit konnte Frau Heymann den Bereich weiter ausbauen und erhielt Unterstützung durch weitere KAIZEN-Beraterinnen.

Nach Antritt meines Ruhestandes und der Veräußerung meines Unternehmens, entschloss sich Frau Heymann diese Philosophie - und die daraus entstandene KAIZEN-Beratung - in meinem ursprünglichen Sinne weiterzuführen. Sie ist als Senior-Beraterin bei MediCrew tätig und hat das Beratungsspektrum inzwischen auf den klinischen sowie medizintechnischen Bereich erweitert. Wir stehen nach wie vor in Kontakt und tauschen in Fachgesprächen neue Lösungsansätze sowie innovative Vorgehensweisen zur Umsetzung von Verbesserungen aus. Das macht Freude und bestätigt mir stets den Ursprungsgedanken, dass KAIZEN eine Chance für das gesamte Gesundheits- und Sozialwesen bedeutet.

Heinrich Völker im Januar 2013

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